Die Corona-Krise Darf Nicht Auf Dem Rücken Der MitarbeiterInnen Ausgetragen Werden!

Zu den derzeit österreichweit stattfindenden Systemisierungen in den Brief- und Verbundzustellbasen erhebt der Zentralausschuss schärfsten Protest.

Die geplanten Personaleinsparungen sind aus Sicht des Zentralausschusses in keinster Weise nachvollziehbar und würden in der Folge zu einer verschärften Personalsituation im gesamten Zustelldienst führen. Aus den der Personalvertretung vorgelegten Unterlagen ist ersichtlich, dass die starken Mengeneinbrüche der Monate März und April 2020 herangezogen werden und diese zu einer eklatanten Verschlechterung der Berechnungsergebnisse führen. Verschärfend kommt hinzu, dass entgegen der bisherigen Vorgehensweise bei der Berücksichtigung der Mengen ein zusätzlicher Abschlag von 5 Prozent und mehr in die Berechnungen eingeflossen ist. Den Berechnungen wurden fiktive Annahmen hinterlegt, die sich in der Praxis nicht widerspiegeln. Dieses Vorgehen ist unverständlich, inakzeptabel und würde zu einer Überlastung der ZustellerInnen und zu weiteren Qualitäts- und Personalproblemen führen. Aus diesen Gründen hat der Zentralausschuss bereits am 13. Mai zu den anstehenden Systemisierungen einstimmig eine Ablehnung beschlossen und diese auch an den Vorstand übermittelt. Abschließend dürfen wir darauf verweisen, dass selbst Generaldirektor Dr. Pölzl in zahlreichen Medienauftritten stets auf die extrem hohen Paketmengen und auf die sehr hohe Belastung unserer MitarbeiterInnen hingewiesen hat. Aus den genannten Gründen lehnt der Zentralausschuss die in dieser Form geplanten Systemisierungen ab.

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