Die Geschichte Des Ersten Mai

Der Erste Mai wird als Tag der Arbeit bezeichnet. Seine wechselvolle Geschichte ist über 100 Jahre alt. In der Sozialdemokratie und der ArbeitnehmerInnenbewegung hat dieser Tag daher eine ganz besondere Bedeutung.

Im internationalen Einklang wurde der 1. Mai in Österreich erstmals 1890 begangen. In Wien, Prag, Znaim, Linz, Brünn und anderen Städten der Donaumonarchie kam es zu bislang nie erlebten Massenkundgebungen. 129 Jahre wechselvoller Zeitgeschichte - von den blutigen Anfängen über den Missbrauch während der Nazizeit bis zu den heutigen sozialpolitischen Auseinandersetzungen. Am 25. April 1919 beschloss die Nationalversammlung die Erhebung des 1. Mai zum “allgemeinen Ruhe- und Festtag”. Der “Rebellensonntag” von einst war zum Staatsfeiertag geworden. Nachdem bis dahin Kundgebungen in den Bezirken stattfanden,[14] gingen sie 1921 erstmals von verschiedenen Treffpunkten in den Bezirken über die Wiener Ringstraße zum Rathausplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Die heutige Form geht jedoch auf das Jahr 1929 zurück.

1933 brachte die Regierung Dollfuß das Ende der Maifeiern in ihrer bisherigen Form und ihren traditionellen Inhalten: Sie verbot unter Gewaltandrohung jede Straßendemonstration. In den Jahren des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai als nationaler Feiertag zum „Tag der deutschen Arbeit“ erklärt.

Nach Kriegsende wurde der 1. Mai 1945 wieder zum Staatsfeiertag erklärt.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die Feiern zum 1. Mai allmählich die uns heute bekannte Gestalt an. Sie entwickelten sich wieder zu einer Plattform für sozialpolitische Anliegen und zum Forum innenpolitischer Auseinandersetzung.

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