Homeoffice: Finanzministerium Reagiert Auf AK Und ÖGB Kritik

Das Finanzministerium ist beim Homeoffice-Gesetz auf die Kritikpunkte von AK und ÖGB eingegangen und hat – wie sich im heutigen Finanzausschuss zeigt – an wesentlichen Stellen nachgebessert“, sagt AK Direktor Christoph Klein. Durch das Homeoffice-Paket gibt es in Zukunft klare Regeln für das Arbeiten zu Hause.

Der zentrale Patzer im Begutachtungsentwurf betraf die Bedingung, dass für die Absetzbarkeit des ergonomischen Mobiliars zumindest 42 Homeoffice-Tage im Jahr erreicht werden müssen. Das wäre mit Feiertagen, Urlauben und zwangsweisen Abwesenheiten wie längeren Krankenständen oder Karenzen schwer zu erreichen gewesen, wenn man nur einen Tag Homeoffice in der Woche vereinbart hat. „Mit der Reduktion auf 26 Tage hat das BMF eine pragmatische Lösung vorgeschlagen, die den Großteil der Probleme beseitigt“, sagen AK Direktor Christoph Klein und die Leitende Sekretärin des ÖGB, Ingrid Reischl.

Auch eine zweite Anregung von AK und ÖGB wurde aufgenommen. Beschäftigte, die 2020 kein Mobiliar geltend gemacht haben, können 2021 nun die vollen 300 € absetzen. Das ist eine wesentliche Verbesserung zum Begutachtungsentwurf, wo der Betrag verpflichtend auf die Jahre 2020 und 2021 verteilt wurde und es zu Benachteiligungen für Anschaffungen 2021 gekommen wäre. Für 2020 können wie bisher 150 € vorgezogen werden. „Wir sind zufrieden mit der Lösung. So ist sichergestellt, dass Anschaffungen im Jahr 2021 nicht schlechter gestellt werden“, sagt AK Direktor Christoph Klein.

Ein Wermutstropfen bleibt die Befristung der neuen Steuerregeln, die auch dazu führt, dass spätere Anschaffungen benachteiligt werden. „Hier sind wir zuversichtlich, dass sich die neuen steuerlichen Regelungen fürs Homeoffice in der Praxis bewähren und nach einer entsprechenden Evaluierung auch verlängert werden“, so AK Direktor Christoph Klein.

Eine Absage erteilen AK und ÖGB dem Vorstoß der Wirtschaftskammer, das Inkrafttreten des Homeoffice-Pakets um einige Monate zu verschieben. Reischl: „Nach den monatelangen Verhandlungen versteht kein Mensch, warum diese Entlastung neuerlich auf die lange Bank geschoben werden soll. Die Unternehmen hatten ausreichend Zeit, sich vorzubereiten.“

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