Paket- Und Verbundzustellung - Sonntagdienste

Die Paketflut bleibt weiterhin hoch. Jetzt bietet das Unternehmen den eigenen Mitarbeiter*innen eine Zuverdienstmöglichkeit für die kommenden beiden Sonntage. Die Dienstleistung soll freiwillig erfolgen. Eine Zustimmung der Personalvertretung gibt es dazu jedoch nicht.

Offensichtlich spitzt sich die Lage im Bereich der Verbund- und Paketzustellung weiter zu. Dabei hätte das Unternehmen ausreichend Zeit gehabt, zeitgerecht alle notwendigen Vorkehrungen für die Abwicklung des Weihnachtsverkehrs zu treffen. So würde die Beendigung oder eine weitere Annäherung des versetzten Dienstbeginns erhebliche Entlastung bringen.

Jetzt hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, unseren Kolleginnen und Kollegen an den kommenden beiden Sonntagen eine Zuverdienstmöglichkeit im Rahmen einer Sonderregelung mittels einer weiteren Corona-Prämie anzubieten.

Gespräche mit der Personalvertretung hat es dazu jedoch keine gegeben. Demnach gibt es auch keine Zugeständnisse seitens der FSG im Zentralausschuss. Wir sagen nach wie vor nein zur Sonntagsarbeit.

Wir verwehren uns daher auch entschieden gegen die jüngst erhobenen polemischen Unwahrheiten der fcg.

Klar ist aber auch, dass wir dem Unternehmen nicht verbieten können, den Mitarbeiter*innen auf freiwilliger Basis und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eine Zuverdienstmöglichkeit anbieten zu können.

Es bleibt daher jedem einzelnen überlassen, ob er das Angebot des Unternehmens freiwillig annehmen möchte oder nicht.


Hier die Regelung im genauen Wortlaut:

Im Hinblick auf die großen zuzustellenden Paketmengen wird unter Berufung auf § 11 Abs. 1 Ziffer 2 Arbeitsruhegesetz die Genehmigung erteilt, österreichweit in allen Paket- und Verbundbasen die Paketzustellung am Sonntag den 13. und 20. Dezember 2020 im unbedingt erforderlichen Ausmaß mit Mitarbeiter*innen durchzuführen.

Es dürfen ausschließlich Mitarbeiterinnen auf freiwilliger Basis für diesen Dienst herangezogen werden. Von jedem Mitarbeiterin ist schriftlich zu bestätigen, dass der Dienst freiwillig erbracht wird.

Der Dienst wird mit maximal 10 Stunden begrenzt, d.h. sollte die Zustelltour innerhalb von 10 Stunden nicht erbracht werden können, ist sie so abzubrechen, dass der Dienst nach länger als 10 Stunden (für Mitarbeiter*innen gemäß KVneu exklusive Mittagspause) gedauert hat..

Die am 13. und 20. Dezember 2020 erbrachten Dienststunden werden als Überstunden nach den gesetzlichen und kollektivvertraglichen Bestimmungen abgegolten.

Für diesen Corona-bedingten Sondereinsatz gelangt zusätzlich eine Corona-Prämie zur Auszahlung, die sich wie folgt bemisst:

  1. für die Bereitschaft zur freiwilligen Dienstleistung am Sonntag den 13. und 20. Dezember 2020 jeweils einmalig 20,00 EUR
  2. für jedes innerhalb der maximal festgelegten Dienstzeit von 10 Stunden zugestellte Paket zusätzlich 25 Cent, (für Pakete, die durch Überschreiten der 10 Stundenfrist zugestellt werden, gelangt diese Prämie nicht zur Auszahlung)
  3. bei einer mindestens 8-stündigen Dienstleistung wird eine Corona-Prämie in Höhe von 50,00 EUR garantiert (Sockelbetrag).

Da es sich um eine abgabenfreie Corona-Prämie handelt, kommt diese ohne Abzüge („brutto für netto“) zur Auszahlung.

Wir ersuchen, bis 22. Dezember 2020 die Namensliste der Mitarbeiter*innen an Frau Brigitta Klink, Personalmanagement, zu übermitteln, aus der der Dienstbeginn, das Dienstende und die geleisteten Arbeitsstunden ersichtlich sind. Weiters sind die Erklärungen der Mitarbeiter*innen, dass der Dienst auf freiwilliger Basis geleistet wurde, vorzulegen. Die gemäß § 11 Abs. 2 Arbeitsruhegesetz vorgesehene Meldung an das Arbeitsinspektorat erfolgt durch das Personalmanagement.

Sie wollen am Laufenden bleiben?

Abonnieren Sie unseren E-Mail Verteiler

Weiterlesen

Q&A Update im Zusammenhang mit Covid-19

Q&A Update im Zusammenhang mit Covid-19

Das Unternehmen hat mit Bezug auf die Corona-Pandemie und den heute beginnenden Lockdown für den Bereich der Zustellung folgende Fragen- und Antwortenliste veröffentlicht.