Unzumutbare Personalsituation Im Filialnetz

Es sind sehr klare Worte für die derzeit vorherrschende Situation im Filialnetz. Vorsitzender Köstinger bringt es in seinem Schreiben an den Geschäftsfeldleiter ohne Umschweife auf den Punkt. Zuviel ist zuviel.

Sehr geehrter Herr Dr. Frech!

Täglich erreichen uns Anrufe erboster, zorniger aber auch verzweifelter MitarbeiterInnen aus den Filialen, weil sie in den letzten Wochen fast durchgehend unter dem für eine ordentliche Betriebsabwicklung erforderlichen Mindestmaß an Personal arbeiten müssen.

Krankenstände, Urlaubsabwicklung und Schulungsmaßnahmen sind die vordergründigen Ursachen. Neue MitarbeiterInnen, die verständlicher Weise nicht den vollen Leistungsumfang erbringen können, verschärfen die Lage.

Unserer Forderung, ausreichend Urlaubsersatzkräfte aufzunehmen wurde aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen nicht nachgekommen. Jetzt sind die Folgen unmittelbar spürbar. In manchen Filialen, die üblicherweise doppelt besetzt sind, schuften unsere Kolleginnen und Kollegen alleine. Warteschlangen, Kundenbeschwerden, schlechte Stimmung und chaotische Zustände sind nicht zu übersehen. Hinzu kommt, dass die Tarifumstellung mit 1. Juli einen zusätzlichen Aufwand darstellt und die Lage der in vielen Filialen ohnehin bis an die Grenze der Zumutbarkeit belasteten Kolleginnen und Kollegen zusätzlich verschärft.

Dafür tragen aber nicht die Kolleginnen und Kollegen die Verantwortung. Dies sind Versäumnisse in der Personalorganisation und -planung.

Die Situation ist daher in vielen Filialen sehr angespannt, nach unseren Informationen besonders krass in Wien und in Graz. In Wien sind dem Vernehmen nach derzeit über 100 MitarbeiterInnen auf Urlaub, an die dreißig sind krank und über zwanzig in Einschulung.

In Graz ist die Lage nicht besser. Diese Woche sind 17 MitarbeiterInnen auf Urlaub und dreizehn krank. Die Postfiliale 8071 Hausmannstätten als Beispiel ist statt mit zwei nur mit einer Person besetzt. Und das am Monatsanfang.

Gemessen am Systemstand fehlen in Graz 20% Prozent der MitarbeiterInnen, gemessen an der tatsächlichen Besetzung fehlen über 10 Prozent.

Wenn hier nicht umgehend gehandelt wird, werden die Krankenstände noch zunehmen.

Ich fordere daher rasches Handeln, um die Situation für unsere MitarbeiterInnen auf ein erträgliches Maß zu verbessern.

Mit dem Ersuchen um zeitnahe Rückmeldung über die getroffenen Maßnahmen verbleibe ich

Helmut Köstinger

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Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!

Zur Information übermitteln wir das Schreiben von Vorsitzenden Helmut Köstinger an Dr. Frech von Donnerstag, dem 13.09.2018.

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In einem Schreiben an den zuständigen Vorstandsdirektor beklagt sich Vorsitzender Köstinger über die unhaltbaren Zustände im Filialnetz und fordert einmal mehr Sofortmaßnahmen.