Zentralausschuss Fordert Gipfelgespräch Zu Laufenden Systemisierungen

Die Coronakrise darf nicht auf dem Rücken der MitarbeiterInnen ausgetragen werden. Heute, am 23. Juni 2020 hat der Zentralausschuss einstimmig beschlossen gemeinsam gegen die unternehmensseitig geplanten Maßnahmen vorzugehen. Folgende Mail wurde daher an den Postvorstand übermittelt.

Sehr geehrte Vorstände!

Derzeit finden österreichweit Systemisierungen in den Brief- und Verbundzustellbasen statt. Bei diesen Berechnungen werden auch die Monate März und April 2020 für die Ermittlung der Sendungsmengen herangezogen. Aus Sicht der Personalvertretung ist dies inakzeptabel, ungerecht und auch keinesfalls repräsentativ. Zusätzlich werden für die Arbeitsplatzberechnungen auch noch 5% aller adressierten Sendungsmengen im Voraus abgezogen.

Von Seiten der Personalausschüsse wurde uns mitgeteilt, dass die Umsetzungen dieser Systemisierungen trotz fehlendem Einvernehmen der Arbeitnehmervertretung mit 1. August 2020 vorgenommen werden sollen.

Diese Vorgangsweise führt zu noch größeren Zustellbezirken und damit zu einer weiteren massiven Belastung unserer ZustellerInnen. Zudem wird mit dieser Berechnungslogik von den bisher vereinbarten und praktizierten Richtlinien abgegangen.

Aus den genannten Gründen hat der Zentralausschuss in der Sitzung am 23. Juni 2020 einstimmig beschlossen, dass ein Abzug von 5% der adressierten Menge sowie die Einbeziehung der Monate im Lockdown (Covid-19) entschieden abgelehnt werden.

Zur Abklärung der weiteren Vorgangsweise fordert der Zentralausschuss zeitnah die Abhaltung eines Gipfelgespräches auf Ebene des Vorstandes so zeitgerecht, dass auf die geplanten Umsetzungen per 1. August 2020 rechtzeitig reagiert werden kann.

Bis zum Abschluss dieser Gespräche fordern wir ein Aussetzen der geplanten Maßnahmen.

Sollte der Postvorstand an einer Deeskalation nicht interessiert sein, ist mit der Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel sowie massivem Widerstand auf allen Ebenen zu rechnen.

Die Coronakrise darf nicht auf dem Rücken der MitarbeiterInnen ausgetragen werden!

Für den Zentralausschuss

Helmut Köstinger, Martin Palensky, Manfred Wiedner, Gerhard Gebhardt, Franz Weninger, Richard Köhler, Andreas Schieder, Raimund Taschner, Andreas Soretz

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